Hochbeet bepflanzen von Jahr 1 bis 7

Hochbeet bepflanzen 1. bis 7. jahr

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, darf der fleißige Gärtner mit dem Hochbeet bepflanzen loslegen.

Vielen Hobby-Gärtnern ist dabei aber nicht klar, dass die Bepflanzung nach einem bestimmten Schema durchgeführt werden sollte und ein gewisser Grad an Vorausplanung mehr als nur ein kleiner Vorteil ist.

Eine ungünstige Bepflanzung des Hochbeetes in den ersten Jahren kann sogar gesundheitlich bedenklich sein!

In den ersten Jahren nach dem Anlegen gibt das Hochbeet eine große Menge Nährstoffe frei. Das hängt mit den stattfindenden Verrottungsprozessen im Inneren des Hochbeetes zusammen. Dabei werden vor allem große Mengen an Stickstoff freigesetzt. Das entspricht optimalen Bedingugungen für Starkzehrer, wie etwa Zucchini.

Auf der anderen Seite sind zu hohe Stickstoffwerte im Boden nachteilig für viele Schwachzehrer, wie Salate. Zwar wachsen diese auch bei nicht optimalen Bedingungen, reichern allerdings den überflüssigen Stickstoff in Form von Nitrat in ihren Blättern an, was für den Menschen alles andere als gesund ist.

Will man also bald sein Hochbeet bepflanzen, ist es ratsam sich vorher zu überlegen, welche Obst- und Gemüsesorten interessant wären und dann eine Fruchtfolge zusammen zu stellen.

Wichtig ist es auch, vor lauter Jahresplanung nicht zu vergessen, dass auch innerhalb eines Jahres und vor allem innerhalb eines Hochbeetes gewisse Regeln zu beachten sind. Denn nicht alle Pflanzen „vertragen“ sich untereinander. Das Stichwort heißt hier Mischkultur. Das würde allerdings den Umfang dieses Artikels sprengen. Eine einfache und übersichtliche Tabelle zum Thema Mischkulturen habe iche auf fiefhusen.de gefunden.

Hochbeet bepflanzen in den Jahren 1 und 2

zucchini_kleinDie Hochbeet Bepflanzung in Jahr 1 und 2 nach der Neuanlage des Hochbeetes sollte es klassischen Starkzehrern bestehen. Sie profitieren in hohem Maß von jetzt vorhandenen Bodenverhältnissen.
Passen dann auch die weiteren Faktoren halbwegs, steht einer reichen Ernte nichts entgegen. Erwischt man allerdings ein extrem verregnetes Jahr, hilft wohl auch der beste Boden im Hochbeet nichts sofern man ohne Aufsatz arbeitet.
Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus.

Zu den Starkzehrern mit denen Sie guten Gewissens Ihr Hochbeet bepflanzen können, gehören zum Beispiel:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Zucchini
  • Paprika
  • Kürbis
  • Sellerie
  • Kartoffeln
  • Auberginen

In erster Linie handelt es sich hier also um klassische Gemüsesorten, deren Pflanzen große Früchte ausbilden müssen. Natürlich ist diese Liste nicht ganz vollständig. Aber diese Gewächse gehören in meinen Augen mit zu den beliebtesten, weshalb das wohl den meisten reichen dürfte.

Nährstofffresser wie Zucchini, Paprika und Tomaten kommen zuerst

Wer es etwas genauer möchte, kann sich mal diese sehr umfangreiche Liste der Stark-, Mittel-, und Schwachzehrer von Stadt-Gemuese.de ansehen.

Hochbeet bepflanzen in den Jahren 3 und 4

Wurden in den ersten zwei Jahren – hoffentlich erfolgreich – verschiedene Starkzehrer angepflanzt, ist in den darauffolgenden Jahren die Nährstoffdichte im Boden deutlich niedriger.
Das klingt zwar erst einmal wie ein Nachteil, ist es aber nicht, denn für viele Pflanzen herrschen jetzt optimale Bedingungen. Dabei handelt es sich um alle Mittelzehrer.

Die in meinen Augen interessantesten Mittelzehrer sind:

  • Erdbeeren
  • Endivie
  • Kohlrabi
  • Möhren
  • Rettich
  • Rote Beete

Zudem ist es durchaus unbedenklich ab dem vierten Jahr schon mit dem anpflanzen von Salaten und anderen Schwachzehrern zu beginnen, sofern man denn möchte. Der Stickstoffgehalt ist dann zwar noch immer etwas höher als in den darauffolgenden Jahren, aber in jedem Fall schon unbedenklich.

Jahr 3 und 4 eignen sich für süße Erdbeeren und knackige Möhren

Hochbeet bepflanzen in den Jahren 5 bis 7/8/9…

Man sagt, das Leben eines Hochbeetes endet nach etwa sieben Jahren. Das heißt, dass dann das komplette Innenleben erneuert werden muss, da nichts Verwertbares mehr für die Pflanzen da ist.

Beschränkt man sich allerdings auf die genügsamsten der Schwachzehrer, ist auch eine erfolgreiche Ernte nach 10 Jahren oder mehr möglich.
Das Hochbeet füllt man dazu einfach immer wieder mit magerem Substrat auf und pflanzt Salate und Küchenkräuter darauf. Allerdings ist mir das persönlich zu eintönig und daher wenig reizvoll.

In den Jahren 5 bis 7 kann man beim Hochbeet bepflanzen aber noch auf eine gewisse Pflanzenvielfalt zurückgreifen, die durchaus sehr attraktiv ist.

Zu den Schwachzehrern für diese Jahre gehören:

  • Knoblauch
  • Salate
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Küchenrkäuter
  • Radieschen
  • Zwiebeln
  • Spinat

Auch mit Möhren können Sie unter Umständen in den Jahren 5 und 6 noch Ihr Hochbeet bepflanzen, da diese an der Schwelle zwischen Mittel- und Schwachzehrer liegen. Natürlich gilt aber: Umso geringer die Nährstoffdichte im Boden, desto geringer sollte auch der Nährstoffbedarf der Gewächse sein.

Salate und Küchenkräuter können fast beliebig lang gepflanzt werden

Bei einer üblichen Nutzung von etwa sieben Jahren kann man über die gesamte Lebensdauer auf einem Hochbeet alles anpflanzen, was das Herz begehrt.
Natürlich ist es aber auch möglich von Anfang an so zu planen, dass das Hochbeet auf eine Dauernutzung ausgelegt ist. Als Bepflanzung kommen dann aber nur absolute Schwachzehrer und Zierpflanzen in Frage.

Den Aufbau, beziehungsweise die Befüllung eines solchen Dauer-Hochbeetes habe ich übrigens im Artikel „Hochbeet befüllen – Schicht für Schicht“ schon detailliert erklärt.

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