Hochbeet vor Schnecken schützen – Einfach & Effizient

Hochbeet vor Schnecken schützen

Merkzettel für die Zukunft: „Mein Hochbeet vor Schnecken schützen!“.

Das war es, was ich mir einst vor meinem geistigen Auge notiert habe, nachdem ich viel Zeit und Leidenschaft in das auspflanzen meiner ersten eigenen Salate gesteckt hatte, nur damit mir die schleimigen Zeitgenossen dann alles zunichte machen.

Es gibt doch kaum etwas ärgerlicheres!

Aber natürlich geht es nicht nur blutigen Anfängern so, wie ich damals einer war. Das Problem mit den Schnecken bleibt. Häufig führt das dazu, das mit Bierdeckelchen und Schneckenkorn und meist mäßigem Erfolg versucht wird die Schädlinge vom Beet fern zu halten.

Ich persönlich bin kein Fan davon, direkt die Chemiekeule zu schwingen oder die Tiere vorsätzlich zu töten. Schließlich tun sie ja nichts anderes, als nach Fressen zu suchen. Daher bin ich ein Fan davon auf andere Art vorzugehen, wenn ich mein Hochbeet vor Schnecken schützen möchte.

Die etwas freundlicheren Alternativen, die auch keine Schadstoffe in den Boden bringen, habe ich über die Zeit kennen und schätzen gelernt.

Der Klassiker: Schnecken absammeln und lange Ranken stutzen

Ob mit oder ohne sonstige Schutzmethoden. Hin und wieder verirrt sich so und so eine Schnecke ins Hochbeet. Diese sammelt man dann einfach ein und setzt sie dem verfeindeten Nachbarn ins Gemüsebeet 😉

Insbesondere, wenn man lang rankende Pflanzen wie Kürbis und Zucchini im Hochbeet hat, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Triebe nicht bis zum Boden reichen. Jede noch so effiziente Abwehrmaßnahme verpufft, wenn die Schnecken auf eine „natürliche Leiter“ zurückgreifen können.
Entsprechend sollten Sie die langen Triebe entweder im Beet fixieren oder aber direkt abschneiden.

Der Hobbygärtner Geheimtipp: Kupferzaun

Es ist ein offenes geheimnis, dass Schnecken sehr schlecht mit Kupfer zurechtkommen und diesen nach Möglichkeit immer meiden. Allerdings ist dieser Effekt nur dann stark genug, wenn sich auch reichlich Kupferionen aus dem Zaun lösen, wenn die Schnecke damit in Kontakt kommt.

Aus diesem Grund ist ein Kupferzaun auch an stark regnerischen Tagen weniger Wirkungsvoll als an trockeneren. Der kupfer reagiert nämlich primär mit dem Schleim der Schnecke. Wird dieser aber mit viel Wasser gemischt, fällt der Effekt deutlich kleiner aus.
Ein zusätzliches händisches entfernen der Tiere kann also hier wieder wichtiger werden.

Umlenken statt abschrecken: Das Schneckenblech

Einhochbeet schneckenschutz Schneckenblech ist im Grunde nichts anderes als ein an der oberseite umgefalztes Blech, dass es dern Schnecken unmöglich macht ins Beet zu kommen, da sie beim Versuch herunterfallen.

Diese Variante wird vorzugsweise auf regulären Bodenbeeten genutzt. Allerdings funktioniert sie genauso gut in Hochbeeten – zumindest sofern in passender Größe vorhanden, oder aus mehreren Einzelteilen bestehend

Diese Variante ist sicherlich die kostspieligste, hat aber auch den Vorteil, dass sie die effizientes der drei ist. Darüber hinaus ist diese Methode auch wirklich ökologisch und Bedarf in der Regel der wenigsten Überwachung.

Jede Methode hat sicher ihre Daseinsberechtigung. Insbesondere auf das gelegentliche, „manuelle“ kontrollieren sollte man nicht verzichten, denn es ist immer möglich, dass es eine Schnecke doch irgendwie ins Beet schafft. Wann immer möglich würde ich aber wie bereits erwähnt auf chemische Lösungen verzichten.
Die Natur ist schließlich nicht nur für den Menschen da.

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