8 wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Tomatenzucht

Erfolgreich im Hochbeet Tomaten ziehen

Unabhängig davon, ob man im Bodenbeet oder doch lieber im Hochbeet Tomaten ziehen möchte, sind Tomaten sehr empfindliche und sensible Pflänzchen. Daher gibt es auch einiges zu beachten. Weiß man aber erst einmal, worauf man achten muss, steht einer großen Ernte an kräftigen und wunderbar süß schmeckenden Früchten nichts entgegen.

Im Boden- oder im Hochbeet Tomaten ziehen?

Eines noch vorweg: Grundsätzlich spricht nichts dagegen Tomaten auf einem ganz normalen Bodenbeet anzupflanzen. Ich persönlich bevorzuge hier allerdings ganz klar die Variante des Hochbeetes, was drei simple Gründe hat:

  • Längere Erntezeit und dadurch höhere Erträge
  • Deutliche angenehmeres Arbeiten auf Körperhöhe
  • Perfektes Nährstoffangebot ohne Düngen

Aber nun zum wesentlichen der Sache. Wenn Sie diese 8 Tipps beachten, werden Sie ihre Tomaten nicht nur „durch“ bekommen, sondern auch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen großen Ertrag erwirtschaften:

1. Sonniger Standort

Hochbeet Tomaten sonnigen Standort wählenDer erst und wichtigste Punkte dürfte den meisten Hobbygärtnern bewusst sein. Trotzdem sei es der Vollständigkeit halber erwähnt: Tomaten sind wahre Sonnenanbeter! Abgesehen von extremsten Hitzeperioden gilt das Credo: Je mehr, desto besser.

Je mehr Sonne, desto mehr Kraft hat die Tomatenpflanze

Mit ein bisschen Morgen- oder Abendsonne begnügen sich auch in einem Hochbeet Tomaten nur selten. Ein Platz auf der Südseite des Hauses mit Nord-Süd Ausrichtung der Längsachse des Hochbeetes ist auf jeden Fall anzustreben. Nur so reicht die Kraft der Pflanze um die großen Früchte auszubilden und zu reifen.

2. Mischkultur richtig wählen

Wie bei allen anderen Pflanzen auch, ist darauf zu achten, dass Tomaten nur mit anderen Pflanzen zusammen gesetzt werden, mit denen sie sich „vertragen“.

Missachtet man die Regeln der Mischkultur, verkümmern Pflanzen zum Teil vollständig oder tragen keinerlei Früchte. Auf der anderen Seite wiederum gibt es Gewächse, die voneinander profitieren.
Pflanzt man etwa in einem Hochbeet Tomaten neben Möhren, entpuppen sich diese als sehr glückliche Nachbarn, während Tomate und Aubergine nur mit äußerstem Protest nebeneinander gedeihen.

3. Bestäubungshilfe leisten

Öffnet sich eine Tomatenblüte, hat diese nur etwa zwei Tage Zeit um befruchtet zu werden. Das kann insbesondere bei Windstille und bei Bienenarmut ein knappes Zeitfenster sein.

Glücklicherweise kann man sehr leicht Abhilfe schaffen, indem man regelmäßig ein wenig an den Stängeln der Tomaten rüttelt. Dadurch fallen die Pollen aus den Blüten und verteilen sich wiederum auf den Nachbarblüten. Auf diese Weise erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung der Blüten – und damit der Ausbildung von Früchten – bedeutend.

4. Schutz vor Regen

Tomaten sind alles andere als Regenfans. Zwar wollen sie gerne und regelmäßig gegossen werden, aber nasse Blätter, die lange nicht trocknen, mögen sie gar nicht.

Egal ob man in Boden- oder Hochbeet Tomaten anpflanzt: Es ist gleichermaßen schwierig für einen Regenschutz zu sorgen. Hochbeete haben dabei noch den Vorteil, dass sie häufig an einer Haus- oder Laubenwand aufgestellt werden und dort etwas weniger Regen abbekommen.

Hat man die Möglichkeit eine Plane über seine Tomaten zu spannen, ohne dass die Blätter von dieser berührt werden, sollte man das auf jeden Fall tun. Diese Maßnahme kann einen sehr großen Effekt auf das Wachstum der Pflanze haben.

Immerhin gibt es den Vorteil, dass man beim Hochbeet Tomaten anpflanzen kann, die sehr kleinwüchsig sind. Etwa Cocktailtomaten oder Topftomaten. Greift man auf solche Sorten zurück, kann man sich gegebenenfalls auch für ein Frühbeet entscheiden, das eine Abdeckung und damit einen perfekten Schutz gegen Regen bieten.

5. Tomaten ausgeizen

Tomaten wachsen zum Teil bis zu zwei Meter in die Höhe. Das alleine kostet schon eine Menge kraft, ist aber auch nötig um möglichst viel Platz zu Bieten um Früchte auszubilden.

Gleichzeitig dann aber auch noch stark in die Breite zu wachsen, geht immer auf Kosten der Erntemenge, weshalb man unbedingt seine Tomaten regelmäßig ausgeizen sollte. In der Praxis bedeutet dies, dass man die (noch jungen) Triebe zwischen Haupttrieb und Blatt in der Achse ausbricht.

Da man das am besten versteht, wenn man es sieht, hier eine kurze Videoanleitung:

6. Optimalen Pflanzabstand einhalten

Häufig werden Hobbygärtner etwas zu gierig und hoffen darauf, dass mehr Pflanzen automatisch zu mehr Ertrag führen. Dadurch wird nicht selten der Fehler gemacht, dass im Hochbeet Tomaten zu nah beeinander gepflanzt werden. Bei den meisten Tomatensorten sollten diese aber 70cm bis 80cm auf keinen Fall unterschreiten.
Ist der Pflanzabstand zu gering, nehmen sich die Tomaten gegenseitig die Sonne weg, was sich extrem negativ auf den Ertrag auswirken kann!
Meiner Erfahrung nach tragen zwei Tomaten mit sehr viel Licht zusammen mehr Tomaten als drei Pflanzen, die sich gegenseitig behindern. Das sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten.

Darüber hinaus lässt sich auch Braunfäule bei Tomaten wesentlich besser verhindern, wenn sich die Blätter nicht berühren, womit wir schon beim nächsten Punkt wären.

7. Braunfäule verhindern

Die Wurzel- und Braunfäule bei Tomaten ist vermutlich die schlimmste Nachricht, die man als Tomatengärtner bekommen kann. Die Pflanzen leiden extrem und die Früchte werden ungenießbar. Folgedes können Sie tun, um diese möglichst gut zu verhindern, beziehungsweise unter Kontrolle zu halten.

Spritzwasser an den Blättern vermeiden

Im Hochbeet Tomaten richtig gießenBraunfäule entsteht durch Pilzsporen im Erdreich, das an die Blätter und den Stamm der Tomaten gerät. Aus diesem Grund ist es wichtig beim Gießen darauf zu achten, dass man möglichst tief über dem Boden bewässert und dabei möglichst nah an den Stamm der Pflanze heranrückt. Umso weniger Wasser und Dreck herumspritzt, desto besser.

Mulchen

Zusätzlich kann man diesen Effekt unterstützen, indem man die Erde unter den Tomaten mit gutem Mulch unterstreut. So bleiben die Pilzsporen im Boden und es spritzt weniger beim Gießen.

Pflanzabstand einhalten

Berühren sich die Blätter der Tomaten gegenseitig, benötigen diese länger um nach Regen oder dem Bewässern abzutrocknen, was Braunfäule begünstigt. Entsprechend wichtig ist auch hier noch einmal der Pflanzabstand.

8. Die richtige Tomatensorte wählen

Nicht alle Tomaten sind für das jeweilig vorherrschende Klima optimal geeignet. Die Auswahl an unterschiedlichen Tomatenpflanzen und Samen ist zwar schier endlos, doch bedeutet das nicht, dass auch alle davon gleich gut wachsen.

Natürlich möchte man auch als Hobbygärtner viel herum probieren und möglichst unterschiedliche Sorten züchten. Doch ist es für eine große Ernte am geschicktesten, einen Großteil seines Platzes im Hochbeet Tomaten zu widmen, die eine reiche Ernte versprechen.

Und woher weiß man nun, welche Tomate sich am besten eignet? Ganz einfach: Fragen Sie ihren Gärtner vor Ort. Niemand kennt sich besser aus. Er berät Sie gerne und freut sich über neue Kunden, wenn Sie dort ein paar Pflänzchen kaufen 🙂

Viel Erfolg bei der Ernte!

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