Hochbeet – Nutzen, Infos & Varianten

Mit einem Hochbeet ist es so einfach!
Eigenes Bio Obst und Gemüse mit hohen Erträgen. Und das Ganze ohne riesiges Know How und ohne Rückenschmerzen!

Das sind nämlich die großen Vorteile, die Hochbeete in sich vereinen und sie für mich zu einem unersetzlichen und nicht mehr wegdenkbaren Helfer im Garten machen.

Und damit Herzlich Willkommen auf Hochbeet1x1.de

Neben der Generation ab 40, interessieren sich endlich auch immer mehr junge Menschen für die Vorteile von Hochbeet und Frühbeet. Das Phänomen Urban Gardening spielt dabei sicher eine große Rolle.

Eine wachsende Anzahl an Menschen nimmt es mit der Herkunft Ihres Obst und Gemüses mittlerweile sehr genau – und da kommt die (teilweise) Selbstversorgung natürlich genau recht. Wenn das Ganze dann noch möglichst einfach von der Hand geht, umso besser.

Und genau da ist das Hochbeet absolut alternativlos!

Das Hochbeet – Rückenschonend gärtnern

Mann am HochbeetEine große Stärke des Hochbeetes, die insbesondere die ältere Generation zu Schätzen weiß, ist die rückenschonende Arbeitshaltung.

Im Gegensatz zur „normalen“ Gartenarbeit ist es hier – je nach Variante – häufig möglich stehend zu arbeiten, was nicht nur den Rücken, sondern auch die Knie schont.

Jeder der schon einmal länger am Stück im Garten gearbeitet hat, weiß wie sehr der Körper schmerzen kann, wenn man zu lange in orthopädisch ungünstigen Positionen verharrt hat.

Ein Hochbeet kann da ein wahrer Segen sein, denn schließlich soll Gartenarbeit ja neben der Ernte vor allem auch Spaß bringen.

Gärtnern ohne Düngen – Nährstofflieferant Hochbeet

Aufgrund des Aufbaus seiner Schichten ist das Hochbeet ein wahres Nährstoff-Wunder, das Düngen in den ersten Jahren nach der Anlage vollkommen überflüssig macht. Und zwar auch dann, wenn Obst und Gemüse mit sehr hohem Nährstoffanspruch angebaut werden.

Das hat gleich mehrere Vorteile

Zum Einen braucht man sich nicht auf die Suche nach dem richtigen Düngemittel zu machen. Das spart neben Zeit auch noch Geld.
Zum Anderen besteht ein Hochbeet ausschließlich aus organischen Bestandteilen.
Ein durchaus nicht zu vernachlässigender Punkt, denn Frische, Nachhaltigkeit und die Qualität unserer Lebensmittel werden uns immer wichtiger.

Mehr „bio“ als frisches Gemüse aus dem eigenen Hochbeet geht nicht!

Darüber hinaus ist auch die Chance auf eine von Erfolg gekrönte, reiche Ernte aus dem Hoch- oder Tischbeet selbst für Anfänger deutlich höher als bei jeder anderen Form des Gärtnerns.

Hochbeet Saison: Länger und Effektiver

Der Verrottungsprozess der im Inneren des Hochbeetes von Statten geht und der auch schon für die sehr hohe und vorteilhafte Nährstoffdichte verantwortlich ist, sorgt auch noch für einen weiteren großen Pluspunkt: Die Wärmeentwicklung.

Durch die chemischen Vorgänge steigt die Temperatur im Erdreich eines Hochbeetes gleich um mehrere Grad Celsius. Dadurch lassen sich in der Regel Setzlinge bereits früher ins Hochbeet auspflanzen als bei einem Bodenbeet.
Das gilt insbesondere dann, wenn man auf ein Gärtnervlies zurückgreift oder eine Hochbeetvariante nutzt, die einen Frühbeetaufsatz besitzt, oder eine solche nachkauft.

Noch schöner ist aber, dass die Saison nicht nur früher beginnt, sondern auch länger andauert. So lassen sich nicht selten Paprika und Tomaten bis in den Oktober hinein und Kürbisse zum Teil noch den kompletten November hindurch ernten.

In regulären Bodenbeeten hält sich die Kälte deutlich hartnäckiger über der Erde und kühlt die Pflanzen langsam aus. Dadurch besitzen diese im Spätherbst keine Kraft mehr um die letzten Früchte auszureifen.

Diese verhältnismäßig kleinen Unterschiede im Klima führen häufig dazu, dass durch die letzte „Fuhre“ an Obst und Gemüse der Gesamtertrag eines Hochbeetes noch einem deutlich gegenüber einem normalen Beet ansteigt.

Richtige „Hardcore-Gärtner“ haben darüber hinaus die Möglichkeit den kompletten Winter hindurch Salate und kälteunempfindliche Wurzelgemüse zu ernten.
Funktionieren kann das Ganze, indem man neben einem Frühbeetaufsatz eine kleine, unkomplizierte und kostengünstige Hochbeetheizung aus Tontöpfen und Tee- oder Grablichtern selber bastelt, was eine überraschend einfache und vor allem effektive Möglichkeit zur Erhöhung der Temperatur im Frühbeet ist.

Weniger Schädlinge – Viele Nützlinge

Hochbeet vor Schnecken schützenDer Aufbau des Hochbeetes hat aber noch mehr Vorteile: Die Abwehr mancher Schädlinge – insbesondere von Schnecken – fällt wesentlich leichter und effektiver aus, als es bei einem ebenerdigen Beet der Fall ist.
Das liegt daran, dass die Möglichkeiten eine Abgrenzung zu schaffen, die für Schnecken nicht überwindbar ist, wesentlich besser gegeben sind als auf dem Boden.
Eine erfolgreiche Abwehr von Schnecken ist insbesondere beim Anbau von Salaten sehr wichtig, denn leider kann so ein Salatbeet innerhalb kürzester Zeit leergefressen werden.

Zeitgleich hält ein Hochbeet aber Nützlinge nicht fern. Im Gegenteil: Durch die Struktur des Hochbeetes ist es Würmern, Mikroorganismen und anderen Tierchen problemlos möglich von unten ins Beet zu gelangen um dort ihre Arbeit zu verrichten.
Das ist nämlich überhaupt erst der Grund dafür, dass in Hochbeeten zumeist die Bodenqualität um ein vielfaches besser ist als in einem Bodenbeet.

Hohe Erträge durch perfekten Hochbeet Standort

Bei Hochbeeten kann in der Regel zwar ohnehin schon ein höherer Ertrag eingefahren werden als bei normalen Obst- und Gemüsebeeten – trotzdem ist die Wahl des richtigen Standortes essenziell wichtig.

Je höher die Menge an direkter Sonneneinstrahlung, desto höher fällt der Ertrag bei Sonnenbetern wie Tomaten und Zucchini aus.
Um das Maximum heraus zu holen, stellt man ein Hochbeet in der Regel in einer Nord-Süd-Ausrichtung der Längsachse auf.

Zudem kann es von Vorteil sein, einen Standort direkt an einer Hauswand zu wählen um die Pflanzen von der dort gespeicherten Wärme profitieren zu lassen.

Zusätzlich kann natürlich aber auch die Ertragsmenge dadurch gesteuert werden, dass besonders Obst und Gemüsesorten gepflanzt werden, die besonders ertragreich sind.

Artenvielfalt unterstützen

Die Menge an unterschiedlichen Tierarten nimmt leider stetig ab. Schön, dass man mit etwas so Erfreulichem wie einem Hochbeet, dazu beitragen kann, etwas gegen diesen Trend zu tun.

Hochbeet ArtenvielfaltInsbesondere bei der Nutzung von Steinhochbeeten bieten sich für viele Tierchen Rückzugs- und Nistplätze. Angefangen bei kleinsten Insekten, die wiederum in der Nahrungskette unter den bei uns so beliebten Vögeln stehen, bis hin zu Salamandern und Blindschleichen kann ein Hochbeet so manches Tier beherbergen.

Aber keine Angst, vor allem für Reptilien muss man sich explizit entscheiden und entsprechende Räume schaffen. In der Regel ziehen diese nicht von selbst ein. Bei Hochbeeten aus Holz, Stein oder Metall ist das aber ohnehin kein Thema, denn dort finden sich für fast keine Tierart genügend Hohlräume um sich dort dauerhaft niederzulassen.

Reichlich Varianten für jeden Geschmack

Im Laufe der Zeit haben sich eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten etabliert. Abhängig von Preis, Material, Verwendungszweck und der geplanten Bepflanzung sind unterschiedlichste Varianten erhältlich.
So unübersichtlich das Ganze zunächst erscheinen mag ist es aber bei Weitem nicht.

Als wichtigste Unterscheidungskriterien sehe ich Material und Verwendung des Hochbeetes. Alles andere ergibt sich dann ganz von Alleine – und eher nebenbei.

Hochbeet Materialien

Wenngleich es auch einige Sonderformen und vor Allem auch improvisierte Versionen gibt, bestehen die Kästen in der Regel aus einem der vier folgenden Materialien:

  • Hochbeet aus PlastikHolz
  • Stein
  • Plastik
  • Metall

 

Jedes davon hat seine Daseinsberechtigung und seine spezifischen Vor- un Nachteile.

Angefangen beim Kaufpreis, über den Aufwand des Aufbaus, bis hin zur Lebensdauer und sogar Isolations- und Wärmeeigenschaften, die wiederum besondere Vorteile für bestimmte Gemüse- und Kräutersorten liefern können.

All diese Punkte können Einfluss darauf üben, für welchen Hochbeet-Typen man sich am Ende entscheidet.

Das Material eines Hochbeetes ist und bleibt in erster Linie Geschmackssache!

Wie ich aber schon weiter oben erwähnt hatte: Die Erfolgschancen für eine gute Ernte ist bei einem Hochbeet immer sehr gut. Und zwar unabhängig vom Material!

Verwendungszwecke für ein Hochbeet

Größe,Höhe, Form und Material ordnen sich aus meiner Sicht alle dem eigentlichen Verwendungszweck des Hochbeetes unter. Deshalb ist dieser auch ein wichtiger Ausgangspunkt bei den Überlegungen, die man vor dem Kauf eines Hochbeetes anstellen sollte.

Zu den wichtigsten Fragestellungen, die entscheidenden Einfluss auf die Wahl des jeweiligen Beetes haben, gehören:

  • Möchte ich Obst und Gemüse oder nur Zierpflanzen anbauen?
  • Gibt es wichtige, optische Vorgaben?
  • Sollen auch (meine) Kinder das Hochbeet nutzen können?
  • Muss das Hochbeet behindertengerecht sein?
  • Ist mein Grundstück (stark) abschüssig?

Für all diese – zum Teil besonderen – und viele andere Zwecke bietet die Industrie bereits Lösungen. Und für fast jede andere Sonderform ist es möglich sich sein eigenes Hochbeet zu bauen.

Top